Fahrradmitnahme Deutsche Bahn versus Flixbus

 

Achtung am Gleis …Fahrradmitnahme bei der Deutschen Bahn

 

Fahrradmitnahme in der Bahn
Fahrradmitnahme in der Bahn © ADFC/Christoph Eckelt


…Der Zug fährt heute in umgekehrter Wagenreihung!

…Der Zug verspätet sich um voraussichtlich …. Minuten!

…Der Zug fährt heute vom Gleis xxx ab!

…Der Zug ist ersatzlos gestrichen …!


Wer kennt nicht solche oder ähnliche Durchsagen an unseren Bahnhöfen. Dabei fahre ich eigentlich gerne mit der DB!

“Alle reden vom Wetter - wir nicht”! Hat es mal geheißen. Aber - das ist lange her. Inzwischen überlege ich, meine, seit vielen Jahren regelmäßig und gern genutzte Bahn Card nicht mehr zu verlängern - ich verlege inzwischen längere Touren und meine Anfahrten auf den extrem günstigen FlixBus, weil ich damit verlässlich Weiterfahrmöglichkeiten mit ausländischen Bahnanbieter erreichen kann! So geschehen in meinem letzten Urlaub. Und ich bin sicher, alles optimal gemacht zu haben, denn alles hat auf die Minute genau geklappt! - (Dabei bewerte ich die Reiseauskünfte meiner DB-App ohnehin eher als ein Angebot und kein Zeitversprechen!)

Mit dem Fahrrad am „Canal du Midi“ entlangzufahren war unser langersehntes, aber wegen “Corona” mehrfach verschobenes Urlaubsziel.

Die Anreise sollte mit dem Zug erfolgen und wenn möglich, wollten wir unsere eigenen Fahrräder nutzen und sie daher möglichst mitnehmen.
Da Frankreich auch in Mobilitätsfragen sehr zentralistisch aufgebaut ist, wurde sehr bald klar, dass eine Bahnverbindung immer über Paris und innerhalb von Paris mit einem Umstieg verbunden sein würde.

Die Anfahrt mit der Bahn von der Grafschaft Bentheim bis Paris wäre nur mit drei unpraktischen und zeitraubenden Umstiegen möglich gewesen. Wir hätten die ganze Nacht fahren müssen. Und in der Nacht umzusteigen und auf fremden Bahnsteigen herumzustehen ist nicht besonders erstrebenswert. Womöglich hätte man die ein oder andere der bereits beschriebenen Lautsprecheransagen hören müssen, die unsere Anschlussverbindungen gefährdet hätten. Dabei wollen wir ganz bewusst nicht mit dem Auto anreisen!

So planten wir dann die Anreise mit dem FlixBus aus dem für uns gut erreichbar niederländischen Enschede. Es gab somit bis Paris keine Umsteigeverpflichtungen, lediglich 4 oder 5 Zwischenstationen und wir hatten die Möglichkeit unsere als Zusatzgepäck ausgewiesen Klappräder in einer Reisetasche zu einem Spottpreis mitzunehmen. Obwohl wir noch auch eine Sitzplatzreservierung für einen bequemen Sitz mit Tisch gebucht hatten, kam uns der Preis (selbst ohne Bahncard) sehr günstig vor.

Pünktlich auf die Minute erreichten wir den Busparkplatz in Paris. Wir konnten mit unseren Klapprädern in Ruhe und Gelassenheit die Pariser Bahnhöfe erreichen und setzten unsere Reise im TGV, dem Hochgeschwindigkeitszug der französischen Bahn fort. Und wieder gab es keine Zeitprobleme, Ausfälle oder sonstigen Verzögerungen!
Genauso unkompliziert erfolgte die Rückreise vom Mittelmeer in umgekehrter Reihenfolge zurück nach Enschede!

Parallel verfolgte ich kopfschüttelnd die zeitgleiche Reise meiner Partnerin über WhatsApp. Während ihrer Hin- und Rückreise von der Grafschaft nach Berlin und zurück erlebte sie alles, was die Bundesbahn zu bieten hat. Zugverspätungen von 45 Min. auf dem Hinweg und fast zwei Stunden auf dem Rückweg. Stromausfälle mit Lokstillstand. Zeitaufwändige Reparaturarbeiten am Zug unterwegs, und letztlich verpasste sie den Zug von Bentheim nach Nordhorn bei ihrer Ankunft in Bad Bentheim, da dieser Zug nicht warten konnte?!

Sind das alles nur einmalige Zufälle? Wer sich umhört, oder die Bahn selbst öfter nutzt, kann ähnliche Geschichten berichten!

Bei der letzten Kundenbefragung der DB zur Nutzung der Bahncard habe ich inzwischen deutlich meine inzwischen mehrfach bestätigte Meinung kundgetan. Aber ob sich etwas ändert?  Wird das überhaupt gelesen?

Eher habe ich das Gefühl, dass von den Bahnmanagern und zuständigen Politikern vollmundig neue Ziele und Wünsche formuliert werden, ohne wirklich etwas Grundsätzliches anzugehen.

Mir tun eigentlich nur noch die Mitarbeiter der DB leid, dass sie immer noch gute Miene zu diesem (bösen) Spiel machen müssen.

Burkhard Werner … meine Meinung!

 


https://grafschaft-bentheim.adfc.de/neuigkeit/fahrradmitnahme-deutsche-bahn-versus-flixbus

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

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    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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