Pannenservice des ADFC

 

Alberto Bikes bietet den Pannenservice des ADFC in der Grafschaft Bentheim an - ein Interview.

 

Vor einigen Wochen berichteten wir auf unserer Homepage über den ADFC-Pannenservice in der Grafschaft Bentheim. Mehrfach ergaben sich Nachfragen, die uns veranlasst haben, noch einmal genauer bei dem Betreiber des Pannenservices nachzufragen. Ich spreche daher mit Alberto Fernandes, dem Inhaber der Fa. “Alberto Bikes” in Nordhorn:

Hallo, vielleicht stellst Du die Fa.  “Alberto Bikes” einmal vor. Seit wann gibt es Euch und welche Räder vertreibt ihr?

Die Fa. “Alberto Bikes” gibt es seit dem 15. 06.2017.  Wir vertreiben insbesondere die folgenden Fahrradmarken: Batavus, Greens, Victoria, Pfautec,. Conway, Qwic, Vogue, Yuba und können damit fast alle Kundenwünsche erfüllen. Insbesondere der hohe Wunsch nach Elektrorädern in der Grafschaft Bentheim führte dazu, dass wir eine sehr breite Palette an Fahrradmarken vorhalten.

Seit wann gibt es die Pannenhilfe durch Euch in der Grafschaft Bentheim?

Seit dem 01. 04.2022 sind wir als Pannenhilfe für den ADFC im Einsatz. Schon bald haben wir gesehen, dass sich die Beschaffung eines Reparaturfahrzeuges (s.Foto)  lohnt, um auch direkt an Ort und Stelle eine Panne beheben zu können. Inzwischen haben wir den Bulli mit vielen Werkzeugen und Materialien bestückt, um möglichst viele Reparaturen sofort erledigen zu können.  Trotzdem kann es natürlich auch vorkommen, dass wir besondere Einzelteile nur in der Werkstatt vorrätig haben, oder sie manchmal sogar erst bestellen müssen. Das wissen wir aber schon häufig, bevor wir uns zum Pannenfahrrad auf den Weg machen. Die ADFC-Hotline erfragt daher auch schon den genauen Schaden am Fahrrad und stellt mir entsprechende Informationen zur Verfügung.

Was kann man genau erwarten, wenn jemand die Pannenhilfe anruft.

Die ADFC-Hotline ist 24 Std. an 7 Tagen der Woche besetzt und versucht zunächst das Problem und die näheren Umstände zu erfragen und evtl. auch zu lösen. Ist eine einfache Hilfestellung nicht möglich, werden wir von der Hotline mit der Reparatur beauftragt.

Am liebsten wollen wir die Panne gleich vor Ort reparieren, damit der Radfahrer seine Tour direkt fortsetzen kann. Wenn das einmal nicht möglich ist, dann muss ich auch ggfs. das Rad mit in die Werkstatt nehmen und den Schaden hier reparieren. Häufig bringt man den Radfahrer dann noch eben zu seiner Unterkunft und am nächsten Tag kann er das Fahrrad dann wieder mitnehmen und seine Reise fortsetzen.

Wie häufig kommt so ein Einsatz vor?

Erstaunlicherweise werden wir recht häufig von der ADFC-Hotline angerufen. Manchmal sind wir 3–5-mal in der Woche im Einsatz. Dabei geht unser Radius sogar bis in den benachbarten Landkreis Emsland und in das Grenzgebiet zu Nordrhein-Westfalen.

Was muss der Kunde bezahlen? 

Nun ja - vielleicht muss man zunächst erst einmal darauf hinweisen, dass wir unsere Aufträge von der ADFC-Hotline erhalten und auch damit abrechnen.   D.h. die Fahrkosten, Reparaturkosten und erforderliches Kleinmaterial unter 20 € übernimmt der ADFC-Pannenservice.  Lediglich die besonderen Ersatzteile wie z. B. komplette Schaltungen, Reifen etc. bezahlt der Kunde.

Was für Pannen könnt ihr beheben? Bio Räder und oder auch Elektroräder - trotz unterschiedlicher Motoren?

Wir reparieren konventionelle Räder, aber auch E-Bikes von allen Marken. Wir verfügen über die erforderliche Software für alle gängigen E-Motoren, wie Bosch, Shimano, ION etc. Bislang gab es da noch keine Probleme. Allerdings können elektronische Probleme oder auch Softwareprobleme meistens nur in der Werkstatt behoben werden.

Ok - ich glaube, wir haben jetzt eine ungefähre Vorstellung, wie der Pannenservice funktioniert. Herzlichen Dank für die Einblicke.

 


https://grafschaft-bentheim.adfc.de/neuigkeit/pannenservice-des-adfc

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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