Pannenhilfe

Pannenhilfe ADFC © B. Werner

Pannenhilfe ADFC

 

Pannenhilfe des ADFC - Was verbirgt sich dahinter?

 

Fragen an den „ADFC-Pannenservice“


Vor einer Radtour, auf jeden Fall vor einer längeren Radreise packe ich mein kleines selbst zusammengestelltes „Reparaturset“ in die Satteltasche. Reicht das kleine Flickzeug-Set? Muss ich womöglich auch besondere Teile für mein Fahrrad mitnehmen? Ich habe schließlich ein Liegerad! Was ist, wenn eine Kette reißt oder sogar noch etwas Schlimmeres passiert? Wer kann mir dann helfen? Wo ist dann eine Werkstatt, oder können meine Angehörigen oder Freunde mich abholen, damit ich in meiner Stammwerkstatt den Schaden reparieren lassen kann. Solche Gedanken gehen sicherlich nicht nur mir durch den Kopf, wenn man eine längere Radreise, womöglich sogar ins Ausland plant.

Hoffentlich kann ich in so einer Situation überhaupt jemanden erreichen? Und - wer ruft schon gerne an einem Sonntagnachmittag seine Freunde oder seine Familie an, um Hilfe zu organisieren.

Denn komischerweise passieren solche Pannen immer dann, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann, denke ich!!

Seit 2016 beinhaltet die ADFC-Mitgliedschaft auch eine sogenannte ADFC-Pannenhilfe. „ADFC-Mitglieder bekommen bei Pannen oder Unfällen im Alltag, in der Freizeit und auf Reisen schnell und unkompliziert Hilfe.“ So lautet die Aussage auf der ADFC Homepage. Und hierfür bezahlen die Mitglieder nicht einmal einen zusätzlichen Beitrag!
 
Vor Ort werden wir als ADFC Aktive von unseren Mitgliedern häufig gefragt, wie so etwas denn in der Praxis abläuft, oder welche Erfahrungen wir als Kreisverband mit diesem Angebot haben?!

In der Regel können wir keine eigenen Erfahrungen vorweisen und nur auf den offiziellen Werbeflyer verweisen.

Daher habe ich Ralf Pergande von der Fa. P&P Pergande & Pöthe GmbH zu diesem Thema befragt. Seit 2016 beschäftigt man sich dort sogar professionell mit der Organisation bzw. der Umsetzung und Abwicklung der ADFC Pannenhilfe.
 

Hallo Ralf Pergande:

  • Was beinhaltet genau das Angebot der Pannenhilfe.

Zunächst einmal zum Umfang der ADFC-Pannenhilfe. Alle Mitglieder haben die Möglichkeit, bei einer Panne eine 24/7 Hotline anzurufen, d. h. eine telefonische Hotline, die an jedem Tag in der Woche an vierundzwanzig Stunden erreichbar ist. Hier bekommt man Hilfe bei allen Problemen und Unterstützung bei der Organisation etwaiger Hilfeleistungen. Im Falle einer Panne wird zusätzlich versucht, einen mobilen Pannenhelfer zu schicken. Sofern dieser nicht verfügbar ist oder der Schaden nicht vor Ort behoben werden kann, wird die Verbringung in eine Werkstatt organisiert. Hierfür fallen keine Kosten an.

  • Wie viele Pannen wickelt Ihr im Jahr ab und wie hat sich die Abwicklung im Laufe der Jahre entwickelt? 

Im Jahr werden weit über 1000 Anrufe verzeichnet. Natürlich ist die Zahl in den Sommermonaten höher als im Winter und wir haben jährlich eine steigende Anzahl.

  • Erzählt doch einmal aus der Praxis ein paar Beispiele.

Hinsichtlich ein paar besonderer Fälle müsste ich mal recherchieren. Mir fällt derzeit ein Rahmenbruch bei einem Urlaub in Norddeutschland ein, wo die Hotline dann an einem Sonntag die Reparatur in einer Bootswerft organisiert hat, da diese als einzige am Sonntag verfügbar waren. Das Mitglied konnte daraufhin seine Reise fortsetzen.

  • Warum und für wen lohnt sich der zusätzliche Versicherungsschutz “PLUS”- Anm: Die Grafschaft Bentheim liegt in unmittelbarer Nähe zu den Niederlanden. Hier in der Grafschaft ist es sehr üblich, regelmäßige Touren ins benachbarte Ausland zu unternehmen.

Wir empfehlen die „ADFC-PannenhilfePLUS“, da nur darüber auch Pannen im Ausland abgesichert sind. Dazu kommt, dass im Schadensfall weitere Leistungen  wie Hotelkosten, Kosten für ein Leihrad, Rückfahrkosten etc. abgesichert sind. Der geringe Beitrag ist für diesen Bereich einzigartig. 


Fazit:

Ein für ADFC Mitglieder kostenloser Service, der auf jeden Fall seine Berechtigung hat. Mich beruhigt es sehr, wenn ich vor Antritt einer Radtour weiß, dass man auf eine professionelle Hilfestellung zurückgreifen kann, ohne in dieser Situation sämtliche Kontakte seines Handys ausprobieren zu müssen!

Herzlichen Dank an die Fa. P&P für die Antworten und natürlich für den Service.

Grundsätzliche Informationen zur Pannenhilfe des ADFC findet man hier.

 

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https://grafschaft-bentheim.adfc.de/artikel/pannenhilfe-adfc

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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